KÜS: Als Sachrichter bei der Peugeot Umweltmeisterschaft

KÜS-Prüfingenieur überwacht Sparfahrt des französischen Automobilherstellers.

14. September 2009

Technische Dienstleistung der KÜS garantierte Chancengleichheit.

Mit 60 Liter Diesel 2.060 Kilometer bis nach Spanien.

Die Prüf- und Sachverständigenorganisation KÜS hat als technischer Dienstleister die Umweltmeisterschaft des französischen Autoherstellers Peugeot begleitet. Mit einer Tankfüllung Diesel ging es von Saarbrücken bis in die spanische Metropole Barcelona. KÜS-Prüfingenieur Stefan Ehl war für die Vorbereitung der Fahrzeuge und die Überwachung des Wettbewerbes zuständig.

Der Aufruf erging über die Medien, bundesweit: Peugeot sucht acht Teams, die an der Umweltmeisterschaft des französischen Autobauers teilnehmen. Sie sollen mit dem Peugeot 308 HDI FAP 110 mit EGS6-Getriebe mit einer Tankfüllung von 60 Liter Diesel von Saarbrücken bis nach Barcelona fahren. Der Tank muss leer gefahren werden und wer dann die meisten Kilometer auf dem Tacho hat, gewinnt. Als Preise winken für die ersten drei Plätze lukrative Autos aus der Modellpalette von Peugeot.
Es versteht sich, dass ein solch hochdotierter Wettbewerb neutral überwacht werden muss. Peugeot hatte sich hierzu die Dienstleistung der KÜS gesichert. Kurz vor der IAA wurden die Fahrzeuge für den Wettbewerb präpariert. Der KÜS-Prüfingenieur Stefan Ehl sorgte zusammen mit den Technikern der Zentrale von Peugeot Deutschland in Saarbrücken dafür, dass die Fahrzeuge alle das gleiche Gewicht hatten und exakt mit 60 Liter Diesel betankt wurden. Um eventuellen Manipulationen durch die Teilnehmer vorzubeugen, wurden die Tankstutzen, der Stecker der Onboard-Diagnostik, die Motorhaube und die Reifenventile versiegelt. Manipulationen am Verbrauch der Peugeot 308 HDI wurden so vermieden.

Während der Tour, die in drei Tagesetappen von Saarbrücken über Lyon nach Barcelona führte, war der KÜS-Prüfingeneiur als Schiedsrichter mit dabei. Die Auslesung und exakte Protokollierung der Daten, wie etwa die gefahrene Tages- und Gesamtkilometerzahl, der Durchschnitt von Verbrauch und gefahrener Geschwindigkeit sowie die Kontrolle der Siegelungen, waren seine Aufgabe. „Der Prüfingenieur der KÜS hat, im Sinne des fairen Wettkampfes, hervorragend gearbeitet. Akribisch hat er die Vorbereitung der Fahrzeuge und die Tour überwacht und dokumentiert. Er hat die technischen Vorraussetzungen für die Chancengleichheit im Wettbewerb geschaffen“, so Peugeot-Sprecher Bernhard Voß.

Aber auch der Fachmann der KÜS staunte nicht schlecht, als die Durchschnittsverbräuche des Peugeot 308 HDI mit einer 3 vor dem Komma aus den Messinstrumenten ausgelesen wurden. „Die acht Teams zeigen Sensibilität im Umgang mit dem Gasfuß und demonstrieren alle nahezu perfektes spritsparendes Fahren“, so KÜS-Ingenieur Stefan Ehl.
Der Showdown fand in der Nähe von Barcelona statt. Einige der Teams näherten sich der Marke von rund 2.000 gefahrenen Kilometern. Auf einem eine normale Straße darstellenden Streckenabschnitt wurde gefahren, bis der Tank fast leer war. Danach ging es auf das rund sieben Kilometer lange High Speed-Oval. Es durfte jetzt, je nach Belieben, kräftig Gas gegeben werden, und nach und nach blieben die Fahrzeuge mit leerem Tank stehen. KÜS-Prüfingenieur Stefan Ehl war auch hier als erster am Fahrzeug und dokumentierte die Daten. So wusste er auch als Erster, dass Predrag Cavnic und Murat Özdogan aus München den Peugeot 308 HDI 2.060 Kilometer weit gefahren hatten, mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 2,9 Liter Diesel. Sie standen damit als Sieger fest. „Die Teams haben keinerlei Manipulationen am Fahrzeug vorgenommen, sie haben sich in dieser Hinsicht absolut fair verhalten“, resümierte Stefan Ehl im Ziel der Umweltmeisterschaft von Peugeot im Ziel in Barcelona.

Peter Schuler, der Bundesgeschäftsführer der KÜS, der beim Start der Tour in Saarbrücken auch anwesend war, betonte die hohe Professionalität der KÜS-Prüfingenieure und Sachverständigen der KÜS: „Wir stellen unser Knowhow tagtäglich unter Beweis, in den Werkstätten und den Prüfhallen. Dies führt dazu, dass auch große Automobilhersteller unsere Dienstleistungen in Anspruch nehmen, so wie jetzt bei der Umweltmeisterschaft von Peugeot geschehen.“