KÜS: Trend-Tacho-Umfragen belegt fehlendes Wissen bei Autofahrern über Schadenmanagement der Versicherungen

Nur 28 % kennen den Begriff Werkstattbindung

28. Juli 2010

Nur 28 % kennen den Begriff Werkstattbindung

Markenbetriebe und freie Werkstätten für Service und Wartung bevorzugt

Wenig Wissen über freie Wahl des Sachverständigen

Wohin wendet sich der Autofahrer, wenn es gekracht hat? Das wollten die Interviewer des KÜS Trend-Tacho bei ihren Umfragen wissen. Das Votum ist eindeutig, 67 % nehmen direkten Kontakt mit ihrer Versicherung auf, 16 % wählen den Weg über den Versicherungsmakler, 9 % gehen zum Autohaus oder der Vertragswerkstatt und 1 % reden mit einem Sachverständigen. Beim Thema Schadenmanagement wissen nur 28 %, dass Werkstattbindung bedeutet, dass ihr Fahrzeug nur in einer Vertragswerkstatt ihres Versicherers repariert werden darf. Erfahrung mit der sogenannten Schadensteuerung der Versicherer haben nur 31 % der befragten Autofahrer.

Wenn es um den Durchführungsort und die Kompetenz bei Wartungs- und Servicearbeiten geht, dann geben knapp 60 % der im KÜS Trend-Tacho Befragten der Vertragswerkstatt ihre Stimme, etwas mehr als 40 % entscheiden sich für die freie Werkstatt. Konkret nach der Unfallinstandsetzung gefragt, präferieren 66 % die Markenwerkstatt, 29 % die freien Werkstätten und 5 % den Karosserie- und Lackfachbetrieb.

Bei der Frage des Sachverständigeneinsatzes nach einem Unfall bemerkte der KÜS Trend-Tacho Informationslücken bei den Autofahrern. Gerade einmal 30 % würden immer nach einem Unfall einen Sachverständigen hinzuziehen, 10 % würden dies nicht tun und 60 % beauftragen nach ihren Angaben einen Sachverständigen bei Bedarf. 35 % der Autofahrer glauben, dass die Versicherung den Sachverständigen auswählt, 26 % würden es selber tun.

„Hier müssen die Kfz-Sachverständigen mehr Aufklärung betreiben“, so Peter Schuler. Der Bundesgeschäftsführer der KÜS stellt klar, dass der Geschädigte bei einem unverschuldeten Unfall den unabhängigen Sachverständigen seiner Wahl frei beauftragen kann. „Für die Beweissicherung im Hinblick auf eine gerichtliche Auseinandersetzung nach einem Unfall ist die Schadensaufnahme durch einen unabhängigen Sachverständigen von enormer Wichtigkeit“, so KÜS-Geschäftsführer Peter Schuler.

Befragt werden vom Trend-Tacho von KÜS und kfz-betrieb Autofahrer/-fahrerinnen in Deutschland. 1.000 Personen werden im Rahmen einer repräsentativen Zufallsauswahl in einer telefonischen Ermittlung befragt. Die Durchführung geschieht durch das renommierte Institut BBE Automotive GmbH i. Gr. in Köln.

Den kompletten Trend-Tacho findet man unter www.trend-tacho.de.