KÜS: Ja zum Wechselkennzeichen

10. März 2010

Viel diskutiert wird derzeit die mögliche Einführung eines Wechselkennzeichens. Ein einziges „Nummernschild“ für verschiedene Autos also, verwendbar am jeweils in Betrieb befindlichen Fahrzeug, wäre positiv. Das sieht auch Peter Schuler so: „Die Vorteile gegenüber den bisherigen Verfahrensweisen, besonders für die Autobesitzer, überwiegen“, so der Bundesgeschäftsführer der KÜS.

Wer in Deutschland derzeit für eine kurzfristige Inbetriebnahme ein Fahrzeug auf die Straße bringen will, hat es nicht so ganz einfach. Umständlich und zeitraubend ist dieser Vorgang. Neu in der Diskussion ist nun die Einführung eines so genannten Wechselkennzeichens. In der Praxis bedeutet dies, dass man verschiedene Autos für den jeweiligen Betrieb mit einem einzigen Kennzeichen versehen kann. „Das beste Beispiel ist hier das normale Fahrzeug im Winter, das dann bei den ersten Sonnenstrahlen gegen das Cabriolet für den Sommer getauscht wird. Hier würde man einfach das Kennzeichen umschrauben und damit wäre alles in Ordnung“, so KÜS-Bundesgeschäftsführer Peter Schuler. Man müsse, so Peter Schuler, den immer häufiger wechselnden Trends in der Nutzung des Automobils Rechnung tragen. „Mehr und mehr werden Elektromobile das Straßenbild bestimmen, die aber auch nur zu bestimmten Zeiten gefahren werden. Oder etwa die temporäre Nutzung von kleinen Fahrzeugen für die Stadt“, so der KÜS-Geschäftsführer.

Die Erfahrungen mit Wechselkennzeichen, etwa in anderen europäischen Ländern wie der Schweiz und Österreich, sind durchweg positiv. Für den Endverbraucher, also den Fahrzeughalter, reduzieren sich die Kosten und der Zeitaufwand. „Man kann hier sogar unter Umständen einen Impuls für das Neuwagengeschäft voraussagen. Oft stehen die Folgezahlungen, etwa bei Gebühren und Kosten für das Kennzeichen, der Neuanschaffung eines weiteren Fahrzeuges im Wege“, so Peter Schuler.

Die KÜS würde es begrüßen, wenn die Politik in Sachen Wechselkennzeichen hier zu einem positiven Entscheid kommen würde.