KÜS: Tipps für mehr Verkehrssicherheit bei Kindern in der dunklen Jahreszeit

Helle und reflektierende Kleidung für die kleinen Fußgänger und Radfahrer

21. September 2010

Funktionierende Beleuchtung am Fahrzeug als Garant für mehr Verkehrssicherheit

In wenigen Tagen ist es wieder soweit und die dunkle Jahreszeit beginnt. Morgens wird es sehr spät hell und die Dunkelheit kommt bereits am Nachmittag. Trotzdem werden die kleinen und kleinsten Verkehrsteilnehmer unterwegs sein – zur Schule, zum Sport oder ins Kino, als Fußgänger oder mit dem Fahrrad. Es heißt also aufpassen – für die kleinen Fußgänger und für die Autofahrer. Die KÜS hat Tipps für ein sicheres Miteinander auf den Straßen auch während der Dunkelheit zusammengestellt.

Insgesamt verunglückten im Jahre 2009 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 30.845 Kinder unter 15 Jahren. 90 Kinder sind tödlich verunglückt, davon 23 als Fußgänger und 24 als Fahrradfahrer. Besonders in der nun beginnenden dunklen Jahreszeit sind Kinder als Fußgänger und Radfahrer gefährdet. Die KÜS gibt Tipps für mehr Verkehrssicherheit von Kindern im Straßenverkehr.

Wichtig ist es, mit den Kindern den Weg zum Spielplatz und den Schulweg im Dunklen abzugehen. Dabei muss auf Besonderheiten wie die geänderte Einschätzung von Geschwindigkeit und Entfernung bei Dunkelheit hingewiesen werden. Veranschaulicht können diese Dinge in dem man dunkel und hell gekleidet Personen am Straßenrand aus dem Auto heraus versucht zu sehen. Die KÜS empfiehlt Spiele, die dem Kind den Unterschied zwischen hell und dunkel klar machen, sie helfen zusätzlich zur Verdeutlichung.

Wichtig ist helle, bunte Kleidung. Jacken, Schulranzen, Fahrradhelm – alles sollte mit Reflektorstreifen oder zusätzlich befestigten sogenannten Blinkis versehen sein. Hier ist darauf zu achten, dass das Reflektormaterial das Prüfzeichen CE EN 13356 aufgedruckt hat. Im Scheinwerferlicht leuchten solche Mittel bis zu 160 Meter weit. Ohne reflektierende Kleidung werden Kinder im Lichtkegel des Autos erst ab etwa 30 Meter wahrgenommen.

Am Fahrrad müssen Front- und Heckreflektoren, zwei in jede Richtung gehende Pedalreflektoren und zwei Speichenreflektoren vorhanden sein. Außerdem ein großer Rückstrahler. Auch hier gilt es, die Prüfzeichen zu beachten. Das vorschriftsmäßige Beleuchtungsmaterial erkennt man an einer aufgedruckten Wellenlinie, dem Großbuchstaben K und einer fünfstelligen Prüfzahl.

Für die Autofahrer gilt in der dunklen Jahreszeit grundsätzlich erhöhte Vorsicht auf den Straßen. Eine gegenüber dem Sommer reduzierte Geschwindigkeit ist notwendig. Am Fahrzeug selbst muss man für eine gute Rundumsicht sorgen. Ein in die zugeeiste Scheibe gekratztes „Sichtloch“ schränkt den Rundumblick massiv ein, ebenso verdreckte Scheiben rundum. Frostfrei gemachtes Wischwasser und intakte Wischerblätter sind also Voraussetzung.

Die Beleuchtung am Auto muss in Ordnung sein. Nach wie vor stehen die Mängel an der Lichtanlage in der Statistik der KÜS, ermittelt über die Hauptuntersuchungen, an oberster Stelle. Die Kontrolle auf defekte Leuchtmittel oder eine beschädigte und nicht mehr voll funktionsfähige Lichtanlage muss vor der dunklen Jahreszeit erfolgen. Eine hervorragende Gelegenheit hierzu bietet der Lichttest 2010, der am 1. Oktober beginnt. Ihn gibt es auch kostenlos bei den teilnehmenden KÜS-Partnern deutschlandweit.

Gutes Sehen nützt allen. In der dunklen Jahreszeit sollten die Augen, vor allem der Autofahrer, in gutem Zustand sein. Augenarzt und Optiker sind die richtigen Ansprechpartner, wenn man merkt, dass das Sehen in der Dunkelheit schwieriger wird. Es ist unabdingbar – für die Autofahrer, die Fußgänger und die Radfahrer.

„Wir von der KÜS sind überzeugt, dass die hier erwähnten Maßnahmen, die einfach und mit kleinem Aufwand zu bewerkstelligen sind, allen Verkehrsteilnehmern nutzen. Es gilt, vor allem die Zahl der Kinderunfälle weiterhin zu minimieren“, so Peter Schuler, der Bundesgeschäftsführer der KÜS.

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