KÜS: Fahrsicherheitstraining mit landwirtschaftlichen Maschinen

18. Dezember 2014

Landwirte üben Fahrverhalten in kritischen Situationen mit Landmaschinen in Gründau/Hessen

Saarländischer Staatssekretär für Umwelt und Verbraucherschutz, Roland Krämer, vor Ort

Prüfingenieure der KÜS informieren zur technischen Überwachung von Landmaschinen

Zum wiederholten Male war die Übungsanlage des ADAC im hessischen Gründau Schauplatz eines Fahrsicherheitstrainings für Landmaschinen. 30 Landwirte konnten mit modernen Landmaschinen das Fahren in kritischen Situationen üben. KÜS und der ADAC Saarland unterstützten die Veranstaltung. Partner waren die Sozialversicherung für Landwirte, der Bauernverband, der Verband der Landwirte im Nebenberuf Saar und dem Maschinen- und Betriebshilfsring Saarland. Das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes ist seit Beginn ebenfalls mit dabei, Staatssekretär Roland Krämer war vor Ort.

Die Zeit der langsam dahintuckernden Ackerschlepper ist lange vorbei. Moderne Landmaschinen sind echte Hightech-Produkte und im öffentlichen Straßenverkehr auch zügig unterwegs, bis zu 50 Stundenkilometer können sie fahren. Ihre oft gewaltigen Ausmaße machen einen sicheren und bewussten Umgang mit ihnen unbedingt erforderlich. Um auch das Fahren in kritischen Situationen zu üben und sicher zu beherrschen, hat das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes jetzt zum wiederholten Male mit den Partnern KÜS und ADAC Saarland und weiteren Unterstützern ein Fahrsicherheitstraining auf der Anlage im hessischen Gründau angeboten. Staatssekretär Roland Krämer war nach Hessen angereist und begrüßte die Aktion ausdrücklich. Das Training sei etwas ganz Besonderes, es gehe um die Beherrschung von großen und schweren Landmaschinen. Es erhöhe die Sicherheit auf den Straßen für alle Verkehrsteilnehmer.

Das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes unterstützt das Training. Staatssekretär Roland Krämer dankte allen an der Organisation und Durchführung des Trainings beteiligten Organisationen.

Im Theorieteil zu Beginn referierten die Prüfingenieure der KÜS zur technischen Überwachung der Landwirtschaftsfahrzeuge, etwa zu häufig auftretenden Mängeln. Informationen gab es auch zu den Vorschriften der Straßenverkehrszulassung für den Gebrauch ihrer Maschinen im öffentlichen Straßenverkehr.

Nach einer kurzen Einführung durch die ADAC-Instruktoren ging es zum praktischen Teil. Sitzposition und Spiegeleinstellung wurden erklärt. „Bei solchen Maschinen muss man im Straßenverkehr den totalen Überblick haben“, so einer der ADAC-Trainer. Die An- und Abkupplung von Anhängern gehören ebenso zum Training wie das Rangieren mit Traktor und Anhänger. Der Fahrspaß kam natürlich auch nicht zu kurz. Unter professioneller Anleitung ging es mit dem Traktor und verschiedenen angekuppelten Geräten auf den Slalomparcours. Kräftiges Drehen am Lenkrad war hier gefordert. Schnelle Kurvenfahrten, das Ausweichen vor plötzlich auftauchenden Hindernissen oder das Bremsen auf verschiedenen Fahrbahnbelägen forderte den Teilnehmern des Fahrsicherheitstrainings alles ab. Selbst bei erfahrenen Landwirten sah man überraschte Gesichter. „Ich bin erstaunt, welche Kräfte hier wirken können. Man kann sich das zwar vorstellen, aber wenn man da mal selbst auf dem Traktor sitzt und es in die Kurve geht – das ist schon was ganz anderes. Ich finde das Training sehr gut, das macht den Arbeitsalltag sicherer“, so einer der Teilnehmer. Vertreten wurde auch die Meinung, dass für solche Traktoren bei 50 Stundenkilometern auf der Straße Schluss ein sollte.

Den Sinn eines solchen Fahrsicherheitstrainings wie jetzt in Gründau bestätigten alle Partner der Aktion.

„Moderne Traktoren bringen als Schnellläufer 50 Kilometer pro Stunde auf den Tacho. Da muss die Technik absolut in Ordnung und der Fahrer jederzeit Herr der Lage sein. Die KÜS schätzt die Notwendigkeit solcher Fahrtrainings hoch ein und unterstützt sie“, so Peter Schuler, der Bundesgeschäftsführer der KÜS.

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