Für jede Jahreszeit die richtige Mischung

16. Februar 2016

Reiniger für die Scheibenwaschanlage ist ein ganz besonderer Saft

Auch im auslaufenden Winter sind noch knackige Temperaturen unter null Grad möglich. Besonders anfällig für die Werte unterhalb des Gefrierpunktes ist die Scheibenwaschanlage des Autos. Fehlt der Gefrierschutz im Waschwasser, funktioniert sie nicht und die Scheibe bleibt schmutzig – eine gefährliche Situation im Straßenverkehr ist die Folge. Im Sommer geht es vor allem um die Entfernung lästiger Insektenreste auf der Scheibe.

Der Zusatz im Scheibenwaschwasser sorgt für eine optimale Reinigung der Windschutzscheibe, der Heckscheibe und oft auch der Scheinwerfer. Somit ist die Sicht auf das Verkehrsgeschehen gewährleistet. Das Reinigungsmittel beseitigt Verschmutzungen und verhindert Schlierenbildung und somit auch Blendungen und unerwünschte Lichtreflexe, die den Fahrer irritieren können. Im Winter ist die Anlage durch spezielle Zusätze im Waschwasser vor dem Einfrieren geschützt.

Die Scheibenwaschanlage am Fahrzeug ist, gemeinsam mit den Scheibenwischern, Gegenstand der Prüfungen bei der Hauptuntersuchung. Je nach Zustand und Mängelhäufigkeit kann der Prüfingenieur hier vom geringen bis zum erheblichen Mangel im Prüfbericht notieren.

Die KÜS empfiehlt, den jeweils zur Jahreszeit passenden Reinigungszusatz zu verwenden. Im Sommer ist das Mittel beispielsweise zur Entfernung von Insektenresten optimiert, im Winter geht es um den Frostschutz. Die Mittel werden jeweils als Fertigmischung oder Konzentrat  angeboten. Bei Letzterem empfiehlt es sich, die Preise auf den Fertigmix umzurechnen. Auch wenn ein niedriger Gefrierpunkt laut Beschreibung versprochen wird, sollte man auf die Qualität des Produktes achten. Die Fächerdüsen moderner Fahrzeuge, aber auch die Hochdruckdüsen für die Reinigung moderner Scheinwerferanlagen fordern hier eine hohe Viskosität.

Die KÜS empfiehlt Sommer wie Winter die Verwendung von Qualitätsprodukten. Billige Waschzusätze enthalten sehr oft Aceton oder Methanol. Diese greifen Lacke, Gummi und Kunststoffe an, etwa die Polycarbonatgehäuse der Lichtanlage. Das führt auf die Dauer zu unschönen Veränderungen des Materials bis hin zur Zerstörung. Selbst angefertigte Mischungen, etwa mit Spülmittel oder Spiritus, zeigen ebenfalls eher negative Auswirkungen in der Scheibenwaschanlage. Spiritus hinterlässt einen lästigen Schmierfilm auf der Scheibe und Spülmittel hat bei diesem Einsatz wenig reinigende Wirkung.

Der Wechsel von Sommer- auf Winterwaschmittel für die Scheibenwaschanlage sollte immer „komplett“ erfolgen. Das heißt, der Behälter sollte komplett geleert werden und dann mit dem jeweiligen Mittel aufgefüllt werden. Dabei sollte die Mischung bei Verwendung eines Konzentrates komplett angerührt werden und dann in den Vorratsbehälter der Waschanlage eingefüllt werden. Geschieht dies getrennt, so ist eine optimale Vermischung von Wasser und Waschkonzentrat nicht gewährleistet und die Reinigungswirkung ist nicht optimal. Eine abschließende Funktionskontrolle der Waschanlage garantiert, gemeinsam mit einem Check der Scheibenwischer, eine gute Sicht auf das Geschehen auf der Straße und dient somit der Verkehrssicherheit.